Passiver Infrarotsensor

Erkennung von Körperwärme

Die meisten INSTAR Kameras werden mit einem vorinstallierten Passiv-Infrarot-Sensor (PIR) geliefert. PIR-Sensoren erkennen Temperaturänderungen im Überwachungsraum vor Ihrer Kamera. Dies kann zum Beispiel die Wärme sein, die von Ihrem Körper oder der heißen Motorhaube Ihres Autos in Form von IR-Strahlung abgegeben wird. Diese Strahlung hat Wellenlängen zwischen 1 µm bis 1,5 mm mit einer Emissionsspitze um 10 µm und ist für das menschliche Auge unsichtbar.

Passive Infrared Motion Detection

Installation

Unsere Innenkameras (z. B. IN-8015 FHD, IN-8003 FHD, IN-8001 FHD) verwenden einen kleinen PIR-Sensor mit einem horizontalen Blickwinkel von 120° und einer Reichweite von ca. 5 m. Die Außenkameras (z. B. IN-9020 FHD, IN-9008 FHD) verwenden einen leistungsfähigeren Panasonic PIR-Sensor, der ebenfalls einen horizontalen Blickwinkel von 120°, aber eine Reichweite von ca. 12 m hat.

Passive Infrared Motion Detection

Passiv-Infrarotsensoren sehen das sich bewegende Wärmesignal durch eine so genannte Fresnel-Linse, die das Sichtfeld des Sensors in kleine Fenster unterteilt - in der Skizze oben als rechteckige Strahlen dargestellt. Ein einfacher PIR-Sensor löst einen Alarm aus, sobald er "sieht", dass ein heißes Objekt ein Fenster verlässt und in ein benachbartes Fenster eintritt. Komplexere Sensoren wenden kleine Programme an, die es ihnen ermöglichen, Hintergrundsignale als Alarmauslöser auszuschließen.

Der Sensor ist immer dann empfindlicher, wenn sie so installiert sind, dass man gezwungen ist, an ihnen vorbeizugehen (obere Grafik, rechts), anstatt auf sie zuzugehen (untere Grafik, rechts).

Installieren Sie Ihre Sensoren nicht direkt vor einem Eingang, sondern in einem 90°-Winkel seitlich davon. Dadurch sind Sie (und der potentielle Eindringling) gezwungen, durch alle Erfassungsfenster des Sensors zu gehen und somit mit Sicherheit einen Alarm auszulösen. Es wird auch empfohlen, Ihren Sensor nahe der Decke zu installieren, da die eingebauten Fresnel-Linsen so konzipiert sind, dass sie nach unten "schauen". Die Installation in der Nähe und vor allem ÜBER einer Wärmequelle kann zu Fehlalarmen führen und muss vermieden werden.

Installationsrichtlinien

Worauf muss ich bei der Installation achten?

  • Die ideale Montagehöhe liegt zwischen 1,80 und 2,50 Metern (obere Grafik, rechts).
  • Achten Sie darauf, dass Sie Bewegungsmelder möglichst quer zur Bewegungsrichtung montieren (obere Grafik, rechts). Bewegungen, die direkt auf einen Bewegungsmelder zugehen, werden eher spät erkannt (untere Grafik, rechts).
  • Bewegungsmelder erkennen keine Bewegungen hinter Glas.
  • Bewegungsmelder dürfen nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.
  • Wenn möglich, Bewegungsmelder nicht auf Wärmequellen und Glasscheiben richten.
  • Im Sichtfeld des Melders sollten sich keine Objekte befinden, die die Temperatur schnell ändern (Elektroherd, Kühlschränke, Faxgeräte usw.) oder sich bewegende Objekte wie über den Heizkörper wehende Vorhänge.
  • Es wird nicht empfohlen, den Melder an Orten zu installieren, an denen Luft strömt (Lüftung, Luftkanäle, undichte Fenster usw.). Auch plötzliche Zirkulationen von warmer Luft, z. B. durch Heizgeräte, können unter ungünstigen Umständen Bewegungsmelder aktivieren.
  • Bei Fenstern besteht die Gefahr, dass plötzlich einfallendes Sonnenlicht einen Alarm auslöst. Generell gilt, dass der Sensor nachts zuverlässiger arbeitet und in der Kälte des Winters die beste Reichweite erreicht!
  • Es sollte auch darauf geachtet werden, dass sich keine bewegten Objekte im Wirkungsbereich des IR-Detektors befinden (Aquarium, Blumen, etc.).
  • Pflanzen neigen dazu, tagsüber die Wärme der Sonne "aufzusaugen". Blätter sind in der Regel oben wärmer als auf der Unterseite. Dieses Temperaturgefälle kann in Kombination mit Wind einen Baum oder eine Hecke in einen Disco-Ball verwandeln. Besonders am Ende des Tages, wenn die Umgebungsluft schnell abkühlt.
  • Hecken, hohe Gräser sowie gestrichene (nicht weiße) Wände des Gebäudes, an dem Sie Ihren Sensor angebracht haben, geben die Wärme langsam ab. Aufsteigende warme Luft vor einem viel kälteren Hintergrund kann Fehlalarme auslösen.

Denken Sie daran, dass die Welt, die Ihr PIR-Sensor sieht, ganz anders aussieht als das, was Sie mit Ihren Augen sehen. Es gibt viele potenzielle Nachteile, wenn Sie einen PIR-Sensor an der falschen Stelle installieren oder ihn zur falschen Tageszeit einsetzen müssen.

Passive Infrared Motion Detection

Die sicherste Art, Ihre INSTAR-Kamera zu betreiben, ist die Kopplung der internen, softwarebasierten Bewegungserkennung und des PIR-Bewegungssensors. Durch Aktivierung der Sensorkopplung im Menü Alarm/Aktionen wird nur dann ein Alarm ausgelöst, wenn beide Erkennungsmethoden übereinstimmen, dass etwas Meldewürdiges vor sich geht.

Passive Infrared Motion Detection